#6: Welche Ladekarten sind empfehlenswert?

Unterwegs Ladetarif

Schwierige Frage, weil sich das recht schnell ändert. Eins vorweg: Ich unterscheide nicht zwischen Apps und Ladekarten; für den Tarif macht es keinen Unterschied, ob ich die App oder die Ladekarte eines Anbieters nutze. Das ist eher eine Frage der persönlichen Vorlieben. Mittlererweile habe ich eine bunte Sammlung von Ladekarten im Auto:

Meine Sammlung von Ladekarten

Jede hat ihre Stärken und Schwächen, einige benutze ich oft, andere fast gar nicht — und leider verändert sich das auch über die Zeit. Insofern gibt es hier keine Empfehlung, sondern ein paar generelle Tips:

  1. Die beste Ladekarte ist die, mit der man die Ladesäule auch wirklich freigeschaltet bekommt. Daher habe ich einen Plugsurfing-Anhänger am Schlüsselbund. Das ist quasi mein Rettungsanker, falls nix anderes funktioniert. Der Ladetarif ist dafür aber ziemlich hochpreisig.
  2. Welchen Preis man bekommt hängt nicht nur von der Ladekarte, sondern auch von der Ladestation bzw. dem Netzwerk des Ladesäulenbetreibers ab. Der emobly Ladekartenkompass macht sich die Mühe, die populärsten Angebote zu vergleichen und stellt diese einfach dar. Es gibt auch Dienste, die einem für eine Ladestation und sein Fahrzeug passend die beste Ladekarte vorschlagen: Chargeprice zum Beispiel.
  3. Nicht vergessen sollte man die Ladekarten der Autohersteller selbst. Oft kann man einen Ladevertrag nur abschliessen, wenn man ein Auto der Marke fährt. Dafür bekommt man dann aber zumeist recht passable Konditionen, und die Karten funktionieren an sehr vielen Ladestationen.
  4. Oft haben die örtlichen Stromversorger auch eigene Angebote. Diese sind entweder lächerlich überteuert oder aber regional extrem günstig, zum Beispiel an den Ladestationen des Stromversorgers. Einfach mal prüfen!
  5. Adhoc-Laden ohne Ladekarte funktioniert zwar bei den meisten Ladestationen, ist aber meist erheblich teurer als über eine Ladekarte. Insofern: Meiden!
  6. Wer sich nun an die alten Vorvorwahlnummer-Wählgeräte erinnert fühlt: Jawohl, genau so sieht der Status quo aus. Leider.